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08.11.2016

«Das Alterszentrum stellt die Bewohner in den Mittelpunkt»

Für den Neubau des Alterszentrums Obere Mühle in Lenzburg setzte die Oliv Brunner Volk Architekten GmbH auf die Lehmann Arnegg AG. Deren hohe Fachkompetenz im Brandschutzbereich ermöglichte das harmonische Zusammenspiel von Holztüren und Inneren Verglasungen in prägnant eingefasster Eichenholzoptik.

Im Interview erzählen die Oliv Brunner Volk Architekten von der Idee hinter dem Projekt Alterszentrum Obere Mühle und von der Zusammenarbeit mit der Lehmann Arnegg AG.

 

Lehmann Arnegg AG: Erzählen Sie uns etwas über die architektonischen Schwerpunkte des Alterszentrums Obere Mühle.

Oliv Brunner Volk Architekten: Das Alterszentrum Obere Mühle ersetzt einen Altbau von 1965 am südlichen Rand der Altstadt von Lenzburg.


Der kompakte Gebäudekörper ist als kräftiger, polygonaler, fünfgeschossiger Solitär mittig in das Grundstück platziert. Mit der abgeknickten Volumetrie und differenzierten Höhenstaffelung entstehen grosszügige, unterschiedlich nutzbare Aussenräume. Die einzelnen Fassadenabschnitte sind klar proportioniert und nicht zu lang, der Solitär wirkt frei und nimmt trotzdem Bezug auf die Elemente und den Massstab der Nachbarschaft.

 

Die Gebäudeform ergibt sich auch aus der Umsetzung des Raumprogramms und der Grundrisslösung, bestehend aus einem zweibündig geschichteten Ring aus Bewohnerzimmern, Erschliessung und Nebenräumen. In der Gebäudemitte wird dieser Ring durch den Gemeinschaftsbereich aus eingezogenen Terrassen und den Wohn- und Essbereichen tailliert. Der Gemeinschaftsbereich quert den grossen zentralen Innenhof, der als fünfgeschossiger Atriumraum das Gebäudeinnere mit viel Tageslicht versorgt. Vielfältige Sichtverbindungen vermitteln zudem zwischen den Pflegeabteilungen in den Obergeschossen und der Öffentlichkeit im Erdgeschoss. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeabteilungen können so trotz eingeschränkter Beweglichkeit am Leben des ganzen Alterszentrums teilhaben.


Worauf haben Sie beim Bau besonders Wert gelegt?

Der Bau stellt die Nutzer und Bewohner in den Mittelpunkt. Das räumliche Konzept und die Wahl der Materialien und Oberflächen sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern ein angenehmes und wohnliches Zuhause bieten, in dem sie sich geborgen fühlen können. Grosszügige Gemeinschaftsräume und Erschliessungen regen ausserdem zum Bewegen an und fördern das Zusammenleben.

 

Was war die grösste Herausforderung in diesem Projekt?

Die Realisierung eines solchen Projekts im Spannungsfeld von Termindruck, Kostendruck und gestalterischen Vorstellungen. Ganz besonders im Innenausbau galt es, die Raumstruktur mit der äusserst komplexen Gebäudetechnik und den feuerpolizeilichen Anforderungen in Einklang zu bringen, so dass die technischen Aspekte für die Bewohner möglichst unsichtbar bleiben und der Eindruck eines Pflegeheims mit Spitalcharakter vermieden wird.

 

 Holztüren-Alterzentrum-Obere-Muehle

 

Sie haben für das Alterszentrum Türen der Lehmann Arnegg AG eingesetzt. Welche Wirkung haben diese?

Zusammen mit den Inneren Verglasungen sind die Türen äusserst wichtige, identitätsstiftende Elemente im Gebäude, welche einerseits durch ihre Materialisierung und Haptik die gewünschte Wohnlichkeit fördern und andererseits durch ihre Transparenz die Sichtbezüge ermöglichen.


Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit der Lehmann Arnegg AG erlebt?

Die Zusammenarbeit mit der Lehmann Arnegg AG war sehr professionell und erfreulich angenehm. Beim Planen und Umsetzen unserer Ideen und Details wurde auf Augenhöhe mitgedacht und weitergedacht, wir haben uns verstanden gefühlt und sind mit der Arbeit der Lehmann Arnegg AG sehr zufrieden.

 

(Foto: Ariel Huber, Lausanne)