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09.10.2017

Nachfolgelösung der heutigen Lehmann Arnegg AG

Rückwirkend auf den 1. Juli 2017 hat die Lehmann Arnegg AG ihren Bereich «Türen» an die Koster AG Holzwelten verkauft. Die Überlegungen zu einem Verkauf waren bereits vor mehr als einem Jahr aufgenommen und noch im Jahr 2016 vom Verwaltungsrat aufgegleist worden.

Ausgangslage für diese Überlegungen waren die markanten Veränderungen im Schweizer Fenstermarkt. Bedingt durch massive Produktionsüberkapazitäten einerseits und die Aufhebung der EURO-Untergrenze andererseits erlitt die gesamte Fensterbranche in den vergangenen zwei Jahren einen desaströsen Preiszerfall. Grosse Fensterbauer verlagerten ihre Produktion ins Ausland und mittelständische Unternehmen meldeten Konkurs an.

 

Vor diesem Hintergrund ist es eine unternehmerische Aufgabe und Pflicht, sich über die Zukunft der eigenen Fensterproduktion Gedanken zu machen. Dabei hat der Verwaltungsrat früh erkannt, dass sich mögliche Investitionen in die Fensterproduktion vor diesem Hintergrund nicht auszahlen können und werden. Trotz der Tatsache, dass die Branche sehr gut ausgelastet ist, kann die wirtschaftlich notwendige Marge nicht erzielt werden. Ein Rückgang im Baugewerbe und ein Anstieg der Zinsen führen unweigerlich zu einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit in dieser Branche.

 

Aus diesen Gründen wurde im Herbst 2016 der Entscheid gefällt, die Fensterproduktion bis Ende Oktober 2017 geordnet einzustellen. Es war die Absicht des Geschäftsführers, mit diesem Entscheid zu den ersten der Branche zu gehören und sich so einen kleinen Vorteil bei der Veräusserung zu verschaffen.

 

Nachfolgelösung für den Türenbereich
Kurz nach diesem Entschluss stellte sich auch die Frage nach der Zukunft des Türenbereiches. In diesen Bereich hatte die Lehmann Arnegg AG in den vergangenen Jahren sehr viel investiert. Als eine der ersten Unternehmungen in der Türenherstellung überhaupt tätigte sie Investitionen in die Digitalisierung entlang der gesamten Prozesskette (von der Planung bis zur Montage). Damit gehört sie heute zu den Schweizweit modernsten Produktionsbetrieben in der Herstellung von komplexen Funktionstüren (Brandschutz, Sicherheit, Türmanagement u.ä.).

 

Nach der Evaluation verschiedener strategischer Möglichkeiten (Zukauf, Eingehen einer Partnerschaft, Verkauf) entschied sich Daniel Lehmann, Inhaber der Lehmann Arnegg AG, zum Verkauf des Türenbereiches an ein Drittunternehmen. Dabei eröffneten sich rasch verschiedene Optionen. Mit dem Verkauf an die Koster AG Holzwelten aus St. Gallen konnten die drei wesentlichen Ziele bei der strategischen Umstrukturierung erfolgreich umgesetzt werden:

 

  1. Die Mitarbeitenden aus dem Bereich Türen und der grösste Teil der Verwaltung werden von der Nachfolgeunternehmung übernommen
  2. Der Name «Lehmann» wird als Marke «Lehmann Türen» in der Nachfolgeunternehmung weitergeführt
  3. Die Lösung weist für die Inhaberfamilie Lehmann eine nachhaltige und positive Reputation auf

 

Nach intensiven Verhandlungen in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2017 durfte die erfolgreiche Lösung auf den 1. Juli 2017 realisiert und umgesetzt werden.

 

Im Verlaufe des Herbstes 2017 wird die Fensterproduktion eingestellt. Die noch vorhandenen Anlagen werden veräussert. Bis heute konnte, mit einer Ausnahme, für alle Mitarbeitenden, mit denen das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden musste, eine Nachfolgelösung gefunden werden.

 

Aktiengesellschaft bleibt bestehen
Die Lehmann Arnegg AG bleibt im Besitz des heutigen Aktionariats als Aktiengesellschaft bestehen. Sie kann so Garantie- und Gewährleistungsansprüche im Rahmen der SIA aus früheren Projekten übernehmen. Die Lehmann Arnegg AG wird als Dienstleistungsunternehmen weitergeführt.

 

Da die Lehmann Arnegg AG über eine sehr hohe Kompetenz sowie ein ausgezeichnetes Kundennetz im Bereich Fenster und Fensterprodukte verfügt und bei diesen Produkten zudem ein hoher Bedarf an Wartungs- und Unterhaltsarbeiten vorhanden ist, arbeitet die Lehmann Arnegg AG künftig mit bekannten Partnerfirmen zusammen.

 

Der Verwaltungsrat und insbesondere auch der Geschäftsführer und Inhaber Daniel Lehmann sind stolz auf diese Nachfolgelösung. Sie eröffnet ein grosses zusätzliches Potential für den Bereich Türen und klärt gleichzeitig die Zukunft der Fensterproduktion.